Frankreich - das Land der Kulinarik & Savoir Vivre
Isabelle Ventelou • 26. Februar 2026
Erlebe Frankreich vom Boot aus
Frankreich - das Land der Kulinarik & Savoir Vivre
Hausboot fahren in Frankreich bedeutet, das Land auf eine besonders ruhige, intensive und genussvolle Weise zu entdecken. Sie gleiten durch historische Wasserwege, vorbei an Weinbergen, kleinen Dörfern und beeindruckender Natur. Ohne Zeitdruck, ohne feste Routen und mit der Freiheit, jeden Tag neu zu gestalten, wird die Reise selbst zum Ziel.
Der legendäre Canal du Midi zählt zu den schönsten Wasserstraßen Europas. Sie fahren vorbei an alten Schleusen, mediterranen Landschaften und lebhaften Hafenorten. Hier verbinden sich südfranzösisches Lebensgefühl, Kulinarik und Geschichte zu einem unvergleichlichen Hausbooterlebnis.
In der wilden Natur der Camargue erwartet Sie eine völlig andere Atmosphäre. Weite Lagunen, rosa Flamingos, weiße Pferde und endlose Horizonte machen jede Fahrt zu einem stillen Naturabenteuer. Perfekt für alle, die Ruhe, Ursprünglichkeit und beeindruckende Landschaften lieben.
Das Tal des Lot begeistert mit dramatischen Felsformationen, mittelalterlichen Dörfern und charmanten Flussschleifen. Hier fühlt sich Hausbootfahren besonders intim an – als würde man eine verborgene Seite Frankreichs entdecken, fernab großer Touristenströme.
Die grüne Wasserlandschaft der Franche-Comté bietet stille Kanäle, dichte Wälder und eine fast meditative Ruhe. Historische Städte, alte Tunnel und beeindruckende Ingenieursbauwerke machen diese Region zu einem Geheimtipp für Genießer und Entdecker.
Genussvoll und traditionsreich präsentiert sich Burgund. Sanfte Hügel, berühmte Weinorte und eine außergewöhnliche Küche begleiten Ihre Reise. Zwischen kleinen Häfen und idyllischen Anlegestellen erleben Sie Frankreich von seiner geschmackvollsten Seite.
Romantik pur erwartet Sie im Elsaß. Fachwerkhäuser, blumengeschmückte Orte und eine einzigartige Mischung aus französischer und deutscher Kultur verleihen jeder Fahrt eine besondere Atmosphäre. Kulinarische Entdeckungen und herzliche Gastfreundschaft machen das Erlebnis vollkommen.
Die entspannte Flusslandschaft der Mayenne steht für Ruhe, Natur und authentisches Landleben. Kleine Schleusen, verträumte Dörfer und grüne Ufer schaffen ideale Bedingungen für eine entschleunigte Reise mit viel Zeit zum Ankommen.
Sonnig und genussvoll zeigt sich die Region Charente. Weinberge, Cognac-Orte und charmante Marktstädtchen begleiten Ihre Fahrt entlang ruhiger Wasserwege. Hier verbinden sich französische Lebensart, kulinarische Entdeckungen und entspanntes Cruisen zu einem besonders harmonischen Urlaub.
Führerscheinfreies Hausbootfahren in Frankreich ist mehr als nur eine Reiseform. Es ist die Freiheit, spontan anzulegen, regionale Spezialitäten zu genießen, Landschaften intensiv zu erleben und jeden Tag mit neuen Eindrücken zu füllen. Ein Urlaub, der entschleunigt, inspiriert und lange in Erinnerung bleibt.

Schottland als Reiseziel mit dem Hausboot? War mir bisher zwar bekannt, aber wirklich was darunter vorstellen konnte ich mir nicht. Allgemein stand Schottland bisher nicht unbedingt auf meiner Urlaubsliste – denn was weiß man schon wirklich über dieses Land voller Mysterien und atemberaubend, magischen Aufnahmen? Ich wusste bis dato nicht wirklich viel über das Land der Whiskey Brennereien und die Heimat von Loch Ness. Wir starten unsere Reise in Laggan. Um Schottland zu erreichen haben wir den Flieger gewählt und sind nach Inverness geflogen. Der Flughafen Inverness ist 73 km von der Basis Laggan entfernt. Alternativ, hat man noch die Möglichkeit Glasgow anzufliegen, allerdings ist der Flughafen schon gute 200km von der Basis Laggan entfernt. In Schottland gibt es nur eine Hausbootbasis, Laggan, sie liegt relativ mittig auf dem CaledonianCanal. Was einem die Möglichkeit gibt beide Seiten des Kanals zu erleben. Unsere Reise beginnt wie alle Hausbooturlaube in Schottland in Laggan. Wir werden in Richtung Norden fahren bis zum Firth of Inverness, danach fahren wir in Richtung Süden, über Laggan hinaus, bis wir Fort William erreichen und von dort aus zurück zur Basis. Schottland hat mich vom ersten Moment der Ankunft fasziniert, ehrlich gesagt hätte das ich nie erwartet. Diese Weite, die vielfältige Natur und dieser Duft von Holz, Frische und Freiheit ist beeindruckend. An unserem Boot angekommen werden wir von einer netten Crew empfangen die uns unser Boot übergibt und uns einweist. Auch für erfahren Bootshasen wie uns, ist eine Einweisung ins Schiff immer sehr wichtig und von großem Vorteil, da doch jedes Boot anders ist und seine Eigenheiten hat. Davon mal abgesehen erfährt man bei den Einweisungen immer sehr viel über Region, Fahrgebiet, Land und Leute und das von Einheimischen aus erster Hand. Dazu bekommt man meistens immer noch den ein oder anderen Tipp zu Anlegen, Essen gehen oder Besichtigen mit an die Hand, den man im Nachhinein nicht missen möchte. Den Ersten Abend verbringen wir ganz entspannt an Bord und lassen das unglaubliche Schottland auf uns wirken. Die unglaubliche Berglandschaft, mit ihren unberührten Wäldern und saftigen Wiesen, ist sehr beeindruckend, vor allem wenn man selbst auf einem Boot auf dem prächtig ruhigen Caledonian Canal schwimmt. Am ersten Tag unserer Reise zieht es uns zu unserem ersten Zwischenstopp in Fort Augustus. Die Fahrt mit unserem Boot dorthin ist toll. Wir genießen den ruhigen Kanal inmitten einer unglaublich, mystischen Gegend. In Fort August angekommen legen wir an dem Anleger in City nähe an. Wir freuen uns den kleinen Ort zu besichtigen. Den Namen hat dieser kleine Ort von der Festung Ford Augusts bekommen. Diese wurde in den Jahren 1729 bis 1742 errichtet und nach William Augustus, Duke of Cumberland, dem Schlächter von Culledon benannt. 1876 wurde aus der Festung ein Beneditkerkloster, die letzten Mönche verließen das Kloster im Dezember 1998. Nach der Besichtigung der Festung bzw. des Klosters, schauen wir uns noch das Clansman Center an. Dieses versetzt einen in die Vergangenheit der Highlands und erzählt die Geschichte der Highlands. Den frühen Abend verbringen wir auf dem Golfplatz von Fort Augustus. Auf der Strecke in Schottland liegen gleich 4 Golfplätze. Wir sind nicht die besten Spieler, aber wir finden viel Spaß daran und wollen deshalb in unserem Urlaub alle drei Golfplätze besuchen. Somit starten wir unsere schottischen Golferfahrungen in Fort Augustus. Zurück an Bord wollen wir unsere Reise in Richtung Norden weiter setzen, dafür müssen wir aber erst einmal die fünfstufige Schleuse von Fort Augustus passieren, die vom zulaufenden Kaledonischen Kanal in den Loch Ness führt. Der Sagen umwobene See wird unsere nächste Anlaufstelle sein. Von Fort Augustus bis zum See Loch Ness ist es nicht sehr weit. Seit 1822 ist Loch Ness mit dem Kaledonischen Kanal verbunden. Dieser wurde als Verbindungsweg zwischen der Atlantikküste und der Nordseeküste gebaut, um kürzere Transportzeiten für Industriegüter zu erreichen und die Unwetter auf der See im Norden von Schottland zu umgehen. Für den Bau des Kanals wurde der Wasserstand im See um ca. drei Meter künstlich angehoben, dadurch hat sich auch die Tiefe und Breite des Sees vergrößert. Außer einer kleinen Insel im Delta des Flusses Foyers existieren keine weiteren natürlichen Inseln im Loch Ness. Der See hat die typische Form, eines in der Eiszeit durch Gletscher entstandenen Sees. Er ist ca. 37 km lang, aber durchschnittlich nur 1,5 km breit. Vermutlich war vor 12.000 Jahren Loch Ness noch eine Meeresbucht, als sich dann das vom Gletscher befreite Land erhob, wurde der Zugang zum Meer abgeschnitten. Unser Anlege Ziel heute ist Drumnadrochit, das Zentrum des Nessie-Tourismus. Seit Jahrhunderten wird immer wieder von Sichtungen eines Seeungeheuer im Loch Ness berichtet, das Nessie genannt wird. Aufgrund dieser Berichte ist Loch Ness ein beliebtes Ziel für Touristen und macht Loch Ness zum bekanntesten aller schottischen Seen. Wir besichtigen in Drumnadrochit, was im übrigen „Rücken der Brücke“ bedeutet, die Besucherzentren die sich mit Loch Ness und der Suche des Ungeheuers beschäftigen. Danach besichtigen wir noch die Ruine von Urquhart Castle, die außerhalb des Ortes liegt, allerdings nicht weit, ca. 2,5 km. Die Burg wurde um 1200 erbaut, heute steht noch ein Großteil der Ruine und kann besichtigt werden, man hat einen tollen Ausblick auf den Loch Ness. Weiter geht es in Richtung Norden, unser nächstes Ziel in Inverness, die Hauptstadt der Highlands. Inverness bedeutet die „Mündung des Ness“ und hat seit 2000, als einzige Stadt des Bezirks den Status einer „City“. Es ist im Übrigen die nördlichste „City“ im Vereinigten Königreich. Wir legen im östlichen Teil der Stadt an, da dort ein Anleger ist. Der Ort und seine Umgebung sind sehr geschichtsträchtig. Auf der Burg von Inverness regierte im 11. Jahrhundert Macbeth, bei weitem nicht so grausam wie von William Shakespeare geschildert. Anstelle der Burg steht seit dem 19. Jahrhundert an gleicher Stelle ein repräsentatives Burgschloss. Wenige Kilometer östlich liegt das Schlachtfeld von Culledon, 1746 war die letzte Schlacht der Jakobiter gegen die britischen Regierungstruppen die mit einer verheerenden Niederlage der Jakobiter endete. In der Nähe liegen die Clava Cairn, eine lokal begrenzte Form endneolithischer Megalithanlagen in Schottland. Zwölf von diesen nur etwa 50 artifiziellen Rundhügeln liegen in der Grafschaft Inverness-shire. Abends betätigten wir uns eine Runde sportlich und genießen die Golfplatz Torvean in Inverness. Nach dem Besuch von Inverness werden mit unserem Boot noch den Firth of Inverness und Beauly Firth befahren bevor wir wieder in Richtung Süden fahren. Der Beauly Firth ist eine Bucht am Kopf des Meerarmes Moray Firth. An Ihrem Kopf liegt die Stadt Beauly, während Inverness sich am Beginn der Bucht befindet. Bei Beauly mündet der gleichnamige Fluss Beauly von Westen kommend in den Beauly Firth. Einen weiteren Zulauf bildet der Ness, der in Inverness einmündet. Ebenfalls mündet der Kaledonische Kanal bei Inverness in den Beauly und endet dort. Einen Zwischenstopp legen wir noch in North Kessock ein. Kessock ist die einzige weitere bedeutende Ufersiedlung, die gegenüber von Inverness liegt. Zwischen 1976 und 1982 wurde die Kessock Bridge errichtet und verbindet beide Orte miteinander. Bereits seit dem 15. Jahrhundert verkehrte an dieser Stelle eine Fähre über die Bucht und stellte die Verbindung zwischen Inverness im Süden und der Halbinsel Black Isle im Norden her. Mit dem Bau der Kessock Bridge wurde 1976 begonnen, der deutsche Bauingenieur Hellmut Homberg der die Brück der Rheinbrücke Rees-Kalkar nachempfand fungierte als Architekt beim Brückenbau. Die 1052 m lange Schrägseilbrücke wurde 1982 fertiggestellt, Hombergs Werk wurde mit einer Auszeichnung gewürdigt. Auf der Kessock Bridge verläuft die A9, die bedeutendste Fernverkehrstrasse der Highlands. Nun geht es zurück in Richtung Süden, unser nächster Halt ist in Foyers, denn nordöstlich der Mündung des Foyers in Loch Ness liegt, oberhalb des Sees, das Anwesen Boleskine House. Das Gebäude wurde von 1899 bis 1913 vom Okkultisten Aleister Crowley bewohnt. Von Anfang der 1970er Jahre bis 1991 gehörte es dem Rockmusiker Jimmy Page von der Band Led Zeppelin und wurde auch für einige Szenen im Musikfilm „The Song Remains the Same“ verwendet. Von Foyers aus genießen wir die Fahrt auf dem großzügigen Kanal in Richtung Süden, auch nach einigen Tagen auf dem Kanal sind wir immer noch überwältigt von den Highlands die man per Hausboot ganz mühelos durchquert und in totaler Ruhe und Entspannung die Schönheit der Natur genießen kann. Unser nächster Stopp ist auf dem See Loch Lochy. Dort haben wir uns für ein tolles Abendteuer mit einem Guide verabredet. Wir werden auf diesem großen Süßwassersee Lachse angeln. Der See ist über 16 km lang und im Durchschnitt auch zwei Kilometer breit mit einer Wassertiefe von bis zu 162 m. Der Fluss Lochy fließt südwestlich aus dem See heraus, während der Caledonian Canal den See mit Loch Oich im Nordosten des Sees verbindet. In diesem See soll der Legende nach auch in Monster leben, Lizzie. Sie soll gute 12 m lang sein und dem Monster Nessie aus Loch Ness ähneln. Hoffentlich lässt Sie uns den ein oder anderen Lachs zum Angeln über. Ein Guide zum Lachs angeln ist auf jedenfall empfehlenswert, denn ein ortskundiger mit den besten Tipps und Tricks zum Angeln ist schon viel wert, wenn man auch einen Fisch fangen möchte. In Schottland kann man nicht nur Lachse angeln, auch Seeforellen und Hechte können gut geangelt werden. Wir treffen unsere Guide Jeff am Anleger wo wir festgemacht haben. Er ist schon voller Vorfreude und steckt uns regelrecht an mit seiner Euphorie einen Fisch zu fangen. Er erklärt uns, dass wir viel Geduld und Ausdauer haben müssen wenn wir heute Abend einen Fisch grillen wollen. Ebenso das wir uns während des Angelns ruhig zu verhalten haben und nicht allzu laute Geräusche machen sollen. Somit lassen wir unseren Golden Redriver Minou schon mal an Bord, denn er ist eine richtig Wasserratte und würde nur im kühlen Nass umher tollen und uns jeden Fisch verscheuchen. Auf geht’s zu seinem Auto um die Angelausrüstung zu holen und dann ab ins Abenteuer Angeln. Nach dem die Angeln fachmännisch zusammengebaut sind geht es los. Nach ca. 20 min haben wir auch schon den ersten Biss, ist das aufregend wenn die Angeln auf einmal gespannt ist und ein Fisch daran herum zerrt. Jeff nimmt sich der Sache an und zeigt uns wie wir den Fisch von der Angeln auch zu uns bekommen damit wir ihn aus dem Wasser holen können. Unser erste Fisch, selbst geangelt in Schottland, was für ein Erlebnis. Unsere Ausbeute am Ende des Angelausflugs ist gar nicht schlecht, 2 Lachse und eine Seeforelle. Das wird ein tolles Abendessen an Bord. Wir werden unsere Fische auf dem Grill zubereiten und diesen frischen Fisch im Sonnenuntergang bei einem Glas Weißwein auf dem Loch Lochy in vollen Zügen genießen. Am nächsten morgen brechen wir auf in Richtung Fort William, unser letzer Stop bevor wir übermorgen zurück nach Laggan fahren um unser Boot zurück zu geben. Die Fahrt von Loch Lochy bis nach Fort William dauert knappe 2 Stunden und ist schnell geschafft. Wir starten extra sehr früh da es in Fort William viel zu entdecken gibt. Wir legen direkt in Fort William an und freuen uns auf einen spannenden Tag. Als erstes steht die Besichtigung der Ben Nevis Whisky Brennerei auf unserem Programm. Die Brennerei liegt am Fuße des Ben Nevis, der ihr Namensgeber ist, wurde 1825 durch „Long“ John MacDonald gegründet. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Donald 1856 die Destilliere. Seit 1908 dienen die Gebäude der ehemaligen Nevis Brennerei als Lagerhäuser. 1955 gelangte die Brennerei in den Besitz des kanadischen Millionärs Joseph W. Hobbs, der eine 1971 wieder abgebaute Coffey Still einbauen ließ. Damit konnte erstmalig in einer Brennerei nicht nur ein Malt, sondern auch ein Grain Whiskey hergestellt werden. 1978 wurde die Produktion eingestellt. 1981 verkaufte Joseph Hobbs Jr die Brennerei an Long John Distillers and Whitbread. Diese nahmen 1984 die Produktion doch stellten Sie bereits zwei Jahre später wieder ein. 1989 übernahm Nikka die Brennerei und produziert seit 1990 wieder. Die Brennerei am Fuße des Ben Nevis, dessen Namen sie übernommen hat, wurde 1825 durch „Long“ John MacDonald gegründet. Nach dessen Tod 1856 übernahm sein Sohn Donald die Destillerie. Seit 1908 dienen die Gebäude der ehemaligen Nevis Brennerei, die 1878 von Donald P. MacDonald gegründet wurde, als Lagerhäuser. 1955 gelangte die Destillerie in den Besitz des kanadischen Millionärs Joseph W. Hobbs, der eine 1971 wieder abgebaute Coffey Still einbauen ließ. Damit konnte zum ersten Mal in einer Brennerei neben Malt auch Grain Whisky hergestellt werden. 1978 wurde die Produktion eingestellt. Im Jahr 1981 verkaufte Joseph Hobbs jr. die Destillerie an Long John Distillers und Whitbread, die die Produktion 1984 wieder aufnahmen, aber schon 1986 wieder einstellten. 1989 übernahm Nikka die Distillerie. Seit 1990 wird wieder produziert. Die Brennerei Ben Nevis verfügt über ein Besucherzentrum und kann besichtig werden. Es lohnt sich auf jedenfall sich das anzuschauen. Es ist schon beeindruckend wenn in zwei Destillen die zusammen 50 000 L und zwei weiteren die zusammen 40 000 L fassen destilliert wird. Alleine der Maischbottich aus Edelstahl fasst 9,5 t und die sechs Gärbottiche fassen zusammen 300 000 L. Unglaublich wie viel Whiskey das am Ende gibt. Nach unserer Besichtigung der Ben Nevis Brennerei wollen wir den Ben Nevis auch besteigen. Der Wanderweg beginnt direkt am Glen-Nevis-Besucherzentrum und verlang keine besonderen bergsteigerischen Fähigkeiten, allerdings eine gute Kondition, da man etwa auf Meeresniveau startet und auch wieder hinunter muss. Der erste Teil der „Tourist Route“ ist relativ steil. Hat man die Hälfte des Berges geschafft, erreicht man den Loch Meall an t-Suidhe, ein kleiner malerischer Gebirgsse der zur Rast einlädt. Danach geht es wesentlich flacher weiter. Der Aufstieg lohnt sich nicht nur, weil man den Erfolg für sich verbuchen kann, den höchsten Berg Großbritanniens bezwungen zu haben, sondern mehr noch, weil der Ausblick auf schroffe Felswände, beeindruckend tiefe Schluchten und auf vorgelagerte Inseln und über die Fjorde dieses Küstenabschnittes atemberaubend ist. Auf dem Rückweg genießen wir nochmals den idyllischen Weg der zwischen den Grashängen hindurchführt. Unten in Fort William wieder angekommen sind wir doch ziemlich geschafft und wir merken unsere Beine, jetzt muss etwas weniger sportliches her. So machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof und wollen mit der West Highland Railway fahren. Sie ist bekannt aus Harry Potter als Hogwards Express. Den Bahnsteig 9¾ gibt es zwar nicht aber wir freuen uns mit der Bahn das Viaduct von Glenfinnan zu überqueren, die berühmte Brücke mit Ihren zahlreichen Bögen. Wir fahren in Fort William los, bis nach Glenfinnan sind es nur 5 Stationen und man überquert das Viaduct gleich zweimal, auf der Hin- und Rückfahrt. Die West Highland Line ist eine nicht elektrifizierte, durchgehend eingleisige, schottische Eisenbahnline, die von Glasgow nach Oban bzw. über Fort William nach Mallaig führt und die westliche Highlands Region erschließt. 2009 wurde sie von den Lesern des britischen Magazins Wanderlust zur schönsten Bahnstrecke der Welt erkoren, die größte Bedeutung der Strecke wird dem Tourismus zugeschrieben. Es ist schon beeindruckend wie elegant und pompös dieser Zug ist, unsere Bahnen in Deutschland sind doch eher spartanisch und Zweckmäßig eingerichtet. Alleine wie die Bahn von innen aussieht lässt einen in den Film von Harry Potter eintauchen und ganz plötzlich wird man während der idyllischen Fahrt durch die Natur zu einem Teil der Erfolgsverfilmung ohne es wirklich zu merken. Sehr beeindruckend und genau das richtige nach einem Wandertag. Wieder in Fort William angekommen sind wir froh zurück an Bord zu sein und die Beine hoch legen zu können. Es war ein sehr spannender und unglaublich eindrucksvoller toller Tag. Eigentlich wollten wir noch auf den bekannten Golf Platz von Fort William, aber nach unserer Wanderung ist uns nicht mehr nach körperlicher Betätigung und wir genießen den letzten Abend bei einem Glas Rotwein an Bord. Am nächsten Morgen geht es zurück zur Basis Laggan, wo wir unser Boot zurück geben und die Heimreise antreten. Schottland war eine eindrucksvolle und geschichtsträchtige Reise die wir so nie erwartet hättet. Das Land hat uns vollkommen positiv überrascht und mit seiner Natur und Gastfreundschaft unglaublich herzlich aufgenommen. Wir werden noch lange und sehr gerne an diese Reise zurück denken. Routenvorschläge Routenvorschläge für eine oder zwei Wochen Hin- und Rückfahrt • Highlands Tour Laggan – Inverness – Banavie – Laggan: 193 km, 10 Schleusen, 35 Std Fahrzeit Routenvorschlag für Kurzmieten • Highland Fling Kurztrip Laggan – Banavie – Fort August – Laggan: 65 km, 18 Schleusen, 14 Std Fahrzeit

Hausbooturlaub in Ungarn 6. – 10. September 2021 Mit Nicols Quattro B ab und bis Tokaj Kurzfristig haben wir uns entschlossen eine Hausbootreise nach Ungarn zu unternehmen. Ein neues Revier, das wir nicht kannten und zu dem es auch noch keine Erfahrungsberichte gab. Und von Wien in nur 5-6 Stunden zu erreichen. Wir sind in Tokaj abgefahren. Auf dieser Route gibt es mehr Ortschaften und Sehenswürdigkeiten und man kann von dort in 3 Richtungen losfahren. In Kisköre gibt es eine weitere Basis mit 12 Booten. Die Nacht vor der Bootsübernahme haben wir bereits in Tokaj verbracht. Eine nette, kleine Stadt, die für ihren Wein weithin bekannt ist. Wir haben gleich mal herrlich gegessen, gut geschlafen und konnten bereits um 13.00 Uhr das Boot übernehmen. An der Basis wurden wir von Norbert, dem Manager, herzlich empfangen. Die Bootsübergabe war die beste, die ich bis jetzt erlebt habe. Und ich bin seit mehr als 30 Jahren mit Hausbooten unterwegs. Nachdem wir unsere Sachen am Boot verstaut hatten, wurde uns das Video: Schifffahrt Kenntnisse für Binnengewässer in Ungarn https://www.youtube.com/watch?v=lADt5z8QcY8 gezeigt. Dauer 30 Minuten, auf Deutsch, und hier wird wirklich alles erklärt, was man fürs Navigieren braucht. Auch wenn man einen Bootschein (wie ich) hat, schadet es nicht, seine Kenntnisse aufzufrischen. Und meine Frau war begeistert, weil sie das noch nie so gut und kompakt erklärt bekommen hat. Jede Menge Empfehlungen von Norbert für die Region bekamen wir auch noch. Danach hat uns Norbert das Boot gezeigt und mit jedem von uns eine kleine Proberunde gedreht. Die 8 Boote in Tokaj sind neu, und man passt hier auch sehr gut drauf auf. Unsere Nicols Quattro hatte gerade mal 370 Betriebsstunden auf der Uhr. Anlegen kann man nur auf den Stegen von Boating Holidays in Ungarn. Diese sind genau für die Nicols Boote konzipiert und man kann auf einem Niveau beim Heckausgang auf den Steg hinaustreten. Sicher ein großer Vorteil, wenn man Crewmitglieder hat, die nicht so gut springen und rauf- oder runterklettern können. Zum Teil sind die Anleger mit Toren und Code gesichert, und haben Wasser- und Landstromanschluss. Wir sind dann am ersten Nachmittag noch nach Szabolcs gefahren (2km den Bodrog runter bis zur Mündung und dann ca. 10 km die Theiß/Tiszla flussaufwärts. Für den angekündigten Sonnenuntergang auf der Heckterrasse war das Jahr wohl schon zu weit fortgeschritten (6. September – wird wohl nur bis Mitte / Ende August funktionieren) aber wir wurden mit einem schönen, ruhigen Liegeplatz und einem sensationellen Sternenhimmel, 2 Sternschnuppen und dem Blick auf die Milchstraße, die wir seit Jahrzehnten nicht mehr so klar gesehen hatten, belohnt. Am nächsten Morgen unternahmen wir einen kleinen Landgang in den ca. 200m entfernten Ort. Meine Frau war durch ihren gebrochenen Zeh nicht ganz so mobil, wie sie es gerne gewesen wäre. Beim lokalen Greißler (Tante Emma Laden) haben wir köstliche Pogatschn erworben. Nach dem Ablegen ließen wir das fish & chips Restaurant in Timar links liegen, da wir gerade erst gefrühstückt hatten. Wir hatten bereits gewendet und sind wieder den Bodrog bis Szegi raufgefahren, wo wir Mittagspause machten. Tipp: In Szegi gibt es die Sevenhills Gin Distillery, die 2021 die Auszeichnung für den besten Gin der Welt in der Kategorie „Contemporary Gin“ erringen konnte. Sehr nette Leute, die uns ihre Brennanlage gezeigt haben, den Gin und Gin Tonic kosten ließen. Vom Anlegeplatz sind es 2km zu Fuß dorthin. Wir waren nach unserer Bootsfahrt mit dem Auto dort, durch den gebrochenen Zeh bedingt. Am Nachmittag sind wir dann noch ein paar km den Bodrog flussaufwärts gefahren und haben in Olaszliszka übernachtet. Das in der Flusskarte empfohlene Restaurant „Komp“ war leider geschlossen. Ausreichend Proviant mitzuführen ist sicher kein Fehler, um sich an Bord selbst versorgen zu können. Außerhalb der größeren Orte ist nicht immer sichergestellt, dass man essen gehen kann. Aber das ist in anderen Revieren auch nicht der Fall. Während ich am nächsten Morgen Walken war und den Ort erkundet habe, konnte meine Frau den Gemeindearbeitern zusehen, wie sie altes Gestrüpp verbrannten. Die Fähre hinter uns beförderte in der Zwischenzeit landwirtschaftliche Maschinen über den Fluss. Das Passieren der Fähren (die Seilfähren müssen eine weiße Flagge an der Flussseite montiert haben, damit man vorbeifahren darf) und das richtige Lesen der Flusskarte sind die einzigen nautischen Herausforderungen, mit denen man in diesem Revier konfrontiert ist. Schleusen gibt es noch keine. In den nächsten Jahren soll die beim Flusskraftwerk Tiszlalök in Betrieb gehen. Dann kann man die obere und die untere Theiß befahren. Ich nehme an auch als Einwegfahrt zwischen Tokaj und Kisköre. Mittwoch vormittags sind wir dann nach Sarospatak gefahren, eine größere Schulstadt mit ca. 12.000 Einwohnern. Der Liegeplatz hatte einen wunderbaren Blick auf die Burg zu bieten. Im Vendögle Restaurant nahe dem gesicherten Anleger habe ich dann das beste Gulasch meines Lebens (unbeschreiblich zart) gegessen. Auch die Gänseleber zur Vorspeise war ausgezeichnet. Die hatten wir uns aber zu zweit bestellt, sonst hätten wir die großen Portionen nicht bewältigen können. Zurück am Anleger plauderten wir noch mit den Leuten von plastic cup https://petkupa.hu/eng/ die es sich zum Ziel gesetzt haben mit Freiwilligen den Bodrog vom Plastikmüll zu säubern. Coole Aktion. Nach einer kleinen Siesta bin ich in die Stadt hinaufgewandert, die viel zu bieten hat. Hätten wir nicht eine Miniwoche gebucht gehabt, wären wir hier sicher länger geblieben. Den Bodrog kann man noch bis zur slowakischen Grenze oberhalb von Felsöberecki befahren, wir traten aber am späten Nachmittag die Rückreise Richtung Tokaj an und haben in Bodrogolaszi genächtigt. Dort haben wir am nächsten Morgen einfach das herrliche Wetter genossen, und hätten wir nicht am Abend in Tokaj sein müssen, wären wir da einfach den ganzen Tag geblieben. Zu Mittag haben wir wieder in Szegi festgemacht und uns an der Ruhe und der Sonne erfreut. Inklusive einem herrlichen Mittagschlaf im Schatten auf dem Vorderdeck. Bei der Weiterfahrt haben wir noch ein paar Kilometer vor der Basis in Tokaj beim „Dereszla Bisztro“ in Bodrogkeresztür festgemacht und zwei Glas Tokajer auf der schönen, modernen Terrasse genossen. In der Vinothek auf der anderen Straßenseite haben wir auch noch etwas Tokajer für daheim mitgenommen. Wenn der Anleger beim Bisztro frei ist, kann man hier als Gast des Bisztros auch übernachten. Eigentlich wollten wir da auch nicht weiter fahren, aber die letzten Kilometer nach Tokaj im Sonnenuntergang mit Blick auf die Weinberge waren dann schon ein unvergessliches Erlebnis. Das Abendessen im Restaurant ein paar Meter unterhalb der Basis hätten wir uns sparen können. Das Einzige, was dort wirklich gut ist, ist die Fischsuppe. Besser hätten wir am 2 km stromabwärts liegenden Anleger in Tokaj Stadt festgemacht und wären im Ort Essen gegangen. Am Freitag morgen sind wir nach problemloser Rückgabe des Bootes in Tokaj frühstücken gegangen. Der Ort war schon für das Musikfestival geschmückt, sehr hübsch mit vielen bunten Regenschirmen über der Straße. Zusammenfassend muss ich sagen: • Ein schönes, neues Revier • Neue, gut ausgestattete Boote und eine sehr ansprechende Abfahrtsbasis • Besonders interessant für Bootsfahrer aus Ostösterreich aufgrund der kurzen Anreise • Absolut professionelle Einschulung • Einfach zu Navigieren, kaum Strömung • Für Anfänger und Senioren gut geeignet • Unterwegs vielleicht noch eine etwas schüchterne Infrastruktur 😊 • In den größeren Städten alle Möglichkeiten in Sachen Einkauf und Gastronomie • Traumhaftes Naturerlebnis, zum Teil sehr bewaldet und nicht so viel Aussicht. • Wir kommen sicher wieder

Alle unsere Hausboote sind führerscheinfrei zu fahren und jeder kann es! Denn es ist so einfach. Sie bestimmen die Geschwindigkeit Das schöne am Hausbooturlaub, Sie bestimmen das Tempo und haben völlige Freiheit in Ihrer Zeitgestaltung. Hinter jeder Kurve wartet etwas neues das entdeckt werden will, dadurch das Sie langsam unterwegs sind haben Sie genügend Zeit die Natur zu entdecken. Ein Schloss erhebt sich langsam am Ufer und eine kleine Stadt zeigt sich und lädt zum Zwischenstopp ein. Ebenso wie ein kleiner Hofladen an der Schleuse mit frischem Ziegenkäse präsentiert Ihr Angebot. Am Ende des Tages sitzen Sie mit einem Glas Wein an Deck und genießen den Sonnenuntergang von Ihrem Hausboot. Schleusen sind ein Teil des Spaßes Es ist wirklich einfach ein Boot zu fahren. Nach der ersten Schleuse werden Sie das festgestellt haben, wie einfach es ist und wieviel Spaß es wirklich macht. Sie werden schnell merken das manche Schleusen automatisch sind und einige von netten Schleusenwätern bedient werden. Manchmal finden Sie einen kleinen Hofladen oder ein Museum der zum Treffpunkt wird, wo Sie sich mit anderen Bootsfahrern unterhalten können. Komfort wie in jedem guten Ferienhaus Alle unsere Boote sind komplett ausgestattet, um großen Komfort anzubieten Unsere Boote sind für Crew-Größen von 2-12 Personen geeignet. Ob Sie als Pärchen, mit der Familie oder als Gruppe fahren. Wir haben für Sie garantiert das richtige Boot zu einem passenden Preis. Jeden Komfort den Sie in einem Ferienhaus erwarten würden, finden Sie auch bei uns an Bord. Ob es nun komortable Betten sind, eine vollausgestattete Küche oder min zwei Badezimmer an Bord. Ebenso finden Sie eine große Terasse (Oberdeck) zum gemeinsamen beisammen sitzen wo sich an Bord unserer gesamten Flotte auch immer ein Aussensteuerstand befindet mit Bugstrahlruder. Die Badeplattform mit Badeleiter und Aussendusche bietet ihnen maximalen Komfort zum baden in unseren klaren Seen mit bester Wasserqualität. An Bord unserer Prestige-Line ist auch immer ein Grilltisch, der Ihnen das Grillen direkt an Deck ermöglicht. Alle Prestige Boote sind mit Doppelbettkabinen mit eigenem Badezimmer ausgestattet. Auf diesen Booten finden Sie absoluten Komfort zur puren Erholung an Bord. Unsere Familien Boote sind ebenso sehr komfortable ausgestattet, Sie haben nur nicht in den Kabinen ein eigenes Badezimmer und keinen Grilltisch an Deck, jedoch bieten Sie ebenso ein hohes Maß an Komfort. Egal für welches Boot Sie sich entscheiden - Sie werden Ihre Bootsferien mit Revier Charter genießen, unvergesslich sein und einen hohen Erholungswert haben. Erleben Sie Unabhängigkeit Während Sie fahren, lädt der Motor automatisch die Batterie auf, wärmt Ihr Wasser, kühlt Ihren Kühlschrank und hält Sie so völlig autark. Auch das zählt zu den Vorteilen eines Hausbooturlaubs! • Gewässerkarten, Bedienungsanleitung für das Hausboot sowie Touristeninformationen • Sicherheitsausrüstung - Rettungsring, Schwimmwesten, Bootshaken, Fender • Grundlegende Erste-Hilfe-Ausrüstung • Deckausstattung - Mop, Eimer, Leinen • Bequeme Betten, Kissen und Bettwäsche • Voll ausgestattete Küche mit Kühl/Gefrierkombi, Gasofen, Herdplatte, Geschirr und Kochutensilien • Handtücher und Geschirrtücher • CD Player/Radio • Tisch, Stühle und Sonnenschirm auf dem Sonnendeck- nicht jedes Boot hat ein Sonnendeck • Bad mit Dusche • Toiletten • Heizung


